Wortfindungsstörung

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Wortfindungsstörung

Durch stockenden Redefluß und Satzabbruch identifizierbare unterschiedlich stark ausgeprägte Störung des Abrufs von Inhaltswörtern, wobei es häufig zu (sprachlichen) Ersatzstrategien oder zu Kommenaren des Sprechers kommt: Das gesuchte Wort kann durch eine Redefloskel, durch Umschreibung unter Verwendung perzeptueller oder funktionaler Merkmale, durch Ausweichen in die Pantomime oder durch eine Fortführung des Themas in veränderter Form ersetzt werden. Bei einer Häufung von W. kann die Kommunikation ernsthaft gefährdet sein. Die W. ist konstituierendes Merkmal der Amnestischen Aphasie. Die W. ist in der klinischen Praxis gegebenenfalls differenzialdiagnostisch von Gedächtnisproblemen zu trennen.

Literatur:

Nickels, L.A., Best, W., (1996) Therapy for naming disorders (part I): principles, puzzles and progress. Aphasiology, 1996, Vol.10, Nr. 1, 21-49

Nickels, L.A., Best, W., (1996) Therapy for naming disorders (part II): specifics, surprises, and suggestions. Aphasiology, 1996, Vol.10, Nr. 2, 109-136