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Die Geschichte der Aphasietherapie hat eine Reihe von Schulen bzw. Methoden hervorgebracht. Jeder dieser Therapieansätze legt der favorisierten Methodik bestimmte theoretische Annahmen zugrunde, die immer Wissen und Wissenschaftsparadigmen der Zeit widerspiegeln.

Als unterscheidenden Faktor können die Konzepte gelten, die entweder implizit enthalten sind oder explizit formuliert werden. So wird Aphasietherapie als Wiedererlernen bzw. als Lernprozeß aufgefaßt, der sich an der schulischen Didaktik für Muttersprachler und Ausländer und der dort definierten Schwierigkeitshierarchien anlehnt. Eine gezielte Modifikation sprachlichen (und nichtsprachlichen) Verhaltens mittels der Methode des Verstärkens (reinforcement) der korrekten Reaktion stellt einen weiteren Ansatz dar, der feedback und angepaßten stimulus support im Rahmen eines Lernprozesses in den Mittelpunkt stellt. Im Gegensatz zu den Ansätzen, die Aphasietherapie als sprachorientierten Lernprozeß verstehen, steht die Überzeugung, daß nur auditive Stimulation der sprachlichen Residualfähigkeiten und der Selbstkorrekturfähigkeit im Vordergrund stehen sollte. Auch die Methode der Deblockierung, die sich nicht auf die auditive Modalität beschränkt, stellt eine Stimulation wenn auch in veränderter Form dar. Die an der Didaktik orientierten Strömungen machen explizite oder implizite Aussagen über eine Komplexitätshierarchie sprachlicher Elemente, seien es nun Phoneme, Wörter oder Sätze. Abgeleitet werden daraus Handlungsanleitungen für das (schrittweise) Vorgehen in der Aphasietherapie. Vielen Auffassungen ist gemeinsam, daß sie z.B. entweder einen Verlust sprachlicher Fähigkeiten oder eine Nichtverfügbarkeit vorhandener sprachlicher Fähigkeiten annehmen oder die Schriftsprache der Lautsprache funktionell unterordnen, ohne dies im Einzelnen zu überprüfen.

Nachdem für die frühen Ansätze implizite Annahmen als Grundlage für die Therapieansätze formuliert werden können, sind es in neuerer Zeit funktionale Modelle der normalen Sprachverarbeitung, die ein hypothesengeleitetes Vorgehen in der Aphasietherapie ermöglichen und dabei, weil neurolinguistisch und empirisch motiviert, weit detailliertere Aussagen über Teilleistungsstörungen erlauben.

Siehe auch Therapie

Literatur:

Howard, D., Hatfield, F. M. (1987) Aphasia therapy: historical and contemporary issues, Lawrence Erlbaum, Hillsdale USA