Presse


Gehirn-Training

Autorin: Grit Kienzlen

 

Ein neues Computerprogramm der Bad Uracher Firma »Neurosoft« trainiert Patienten mit Sprach- u. Gedächtnis
problemen. Das Programm ist eine Ergänzung zur Sprachtherapie und kann theoretisch auch zu Hause eingesetzt werden. Es bietet nicht nur verschiedene Schwierigkeitsgrade, sondern wertet gleichzeitig auch den Lernfortschritt aus.

Falke Schwarz, Sprachtherapeut: "Mit diesem Programm werden die Patienten in der Lage sein, adaptiv mit dem Computer zu arbeiten, d.h.: der Computer stellt sich auf den Patienten ein, auf den Schweregrad des Patienten. Es gibt für den Therapeuten eine Zeitersparnis, die letztlich dem Patienten wieder zugute kommt."

Das vom Forschungsministerium preisgekrönte Programm kann die Sprachtherapie zwar nicht ersetzen, den Therapeuten aber viel Arbeit abnehmen.

 

© Südwestfunk 1998


 

 

Die Preisträger stehen jetzt fest

 

1423 Einsendungen im ersten Gründerwettbewerb Multimedia

Bisher gibt es in Deutschland erst 800 MultimediaFirmen. Schon bald dürfte sich ihre Zahl jedoch erheblich erhöhen. Um die Ausschöpfung der enormen Marktpotentiale in diesem Zukunftsfeld zu unterstützen, veranstaltet das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) den Gründerwettbewerb Multimedia. Drei Jahre lang werden in diesem Wettbewerb, konzipiert und ausgerichtet von der VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH (VDI/VDE-IT), jeweils bis zu 100 innovative Gründungskonzepte prämiert. Am Dienstag gratulierte Minister Dr. Jürgen Rüttgers den ersten 100 Preisträgern. Für die besten 20 Ideen gab es eine Prämie in Höhe von 20.000 DM; zur Ausarbeitung eines Geschäftsplans steuert das BMBF weitere 40.000 DM bei. Die übrigen 80 Gewinner erhielten jeweils 10.000 DM. Ziel dieser Auszeichnung ist es, die Umsetzung der Gründungsideen in professionelle Unternehmenskonzepte zu unterstützen.

Bei insgesamt 1423 Einsendungen aus allen Teilen der Bundesrepublik hatte die Jury, bestehend aus acht hochkarätigen Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, die Qual der Wahl. Die eingereichten Ideen waren nicht nur von sehr hohem Niveau, sondern deckten zudem inhaltlich ein derart breites Spektrum ab, daß die Auswahl schwer fiel. Damit den Gründern für die Verwirklichung ihrer Ideen ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, veranstaltet die VDI/VDE-IT gemeinsam mit dem BMBF und der Technologie Beteiligungs-Gesellschaft mbH der Deutschen Ausgleichsbank ein Investmentforum für die 20 besten Preisträger. Hier erhalten die künftigen Jungunternehmer Gelegenheit, ihre Geschäftspläne einem ausgewählten Kreis von Beteiligungsgesellschaften vorzustellen. Vom 26. bis 28. Mai haben die Gewinner zudem Gelegenheit, sich im Rahmen einer Sonderschau auf der Internet World in Berlin zu präsentieren.

Die 20 besten Preisträger:

Además - Website für Touristikangebote
Marion Stephan (43 Jahre), Frankfurt, tätig in der Touristikbranche

Das Integrierte Therapie System ITS
Falke Schwarz, Klinischer Linguist (42), Bad Urach, tätig in Rehabilitation und ITS
Thomas F. Grünwald, Informatiker (35), Bad Urach
Karlheinz Siegmund, Dipl.-Psychologe (38), Burladingen, freiberufl. tätig im Bereich neuropsychologischer Trainingsprogramme

Das MultiMedia-Exposé
Siegfried Jarosch (33), Berlin, Immobilienmakler

Digitale Wasserzeichen zum Schutz und zur Identifikation von multi-medialen Daten
Dr. Eckhard Koch, Dipl.-Phys. (36), Bensheim, Director Development

Digitales Bauen - Unikatvorfertigung von Bauteilen über das Internet
Volkmar Hovestadt, Dipl.-Ing. (33), Karlsruhe, wiss. Mitarbeiter und Existenzgründer im Bereich Bauplanung
Elektronischer Multimediaspiegel
Annette Ruß, M.A. Informationswissenschaft, Soziologie, Psychologie (25), Düsseldorf, Promotion und Lehrauftrag

Entwicklungssystem für Netzwerk-Spiele
Daniel Tamberg (28), München, Hard- und Softwareentwickler, Redakteur

Global Mind - dezidierte Softwarelösungen für virtuelle Firmen
Alexander Hennig (25), Dipl.-Inf., Aalen, Art-Director

Grafisch editierbares Expertensystem für die medizinisch-naturwissenschaftliche Dokumentation
Dr. Oskar Alexander Bachor (38), Ludwigshafen, Arzt
Stefan Plantör, Dipl.-Biologe (29), Tübingen

Multimediale 3D-Technik zur industriellen Vertriebsunterstützung und Projektierung
Michael Weyrich, Dipl.-Ing. (31), Aachen, wiss. Mitarbeiter

Pädagogisch und psychologisch fundiertes Funktionstraining zur Behebung von Lernstörungen
Jörg Reydt, Dipl.-Psych. (40), Burgheim, selbständig im Bereich Jugendbildung
Edgar Schwaiger, Dipl.-Psych. (40), Neuburg, selbständig als Therapeut für Legasthenie und Verbandsarbeit

POINT.® - revolutionäres Lernkonzept und Patienteninformationssystem
Piet Troost (35), Ostbevern, praktizierender Zahnarzt

Steuersystem für Lichttechnik bei Film, Fernsehen, Veranstaltungen
Dirk Gründlich (26), Berlin, Student der Informatik

Telefonzugang zum World Wide Web über eine Sprachschnittstelle - Talking Web
Dr. Thomas Portele, Dipl.-Inf. (33), Bonn, wiss. Assistent

Ultraschall-Lern- und Trainingssoftware "Sono-Trainer"
Dino Carl Novak (33), Bonn, Arzt

Universelles multidimensionales Datenbanksystem - RasDaMan
Dr. Peter Baumann, Dipl.-Inf. (37), München, Geschäftsführer
Prof. Dr. Rudolf Bayer, Dipl.-Math. (59), München, Forschungsgruppenleiter
Ulrike Sommer, Dipl.-Inf. (27), München, wiss. Angestellte
Roland Ritsch, Dipl.-Inf. (28), München, wiss. Angestellter
Norbert Widmann, Dipl.-Inf. (28), Maisach, wiss. Angestellter

Virtuelle Plakatwände für die Datenautobahn
Jürgen Semmler, Dipl.Ing. (33), Berlin, Software- und Multimedia-Entwickler
Dr. Carl Thomas Simmons, Dipl.-Phys. (39 ), Berlin, Vertriebsbeauftragter
Christian Herbold, Dipl.-Inf. (37), Berlin, freiberuflicher Netzwerkspezialist

Visualisierung botanischer Dynamik in Zierarealen - VisBoDZ
Roger Friedrich Klahold, Dipl.-Math. Dipl.-Inf. (25), Bad Driburg, freiberuflich tätig, z. Zt. Promotion

WebMap - Interaktive Landkarten und Stadtpläne
Alexander Wiegand (28), Frankfurt/M., Student der Informatik
Thomas Golob (28), Friedrichsdorf, Student der Informatik
Bernd Daehne, Dipl.-Math. Dipl.-Inf. (54), Weiterstadt, tätig im Bereich

Marketing/Produktmanagement X - alternatives Music on demand-System, Label und Magazin
Johnny Haeusler (33), Berlin, freiberuflicher Rundfunkmoderator und -autor, Musiker, Multimedia- und Web-Designer

 

© VDI / VDE Technologiezentrum Informationstechnik GmbH


 

 

 

BMBF Pressemitteilung vom 17.03.98

 

Rüttgers: Riesen-Echo auf BMBF-Gründerwettbewerb Multimedia.

Der Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Dr. Jürgen Rüttgers, erklärt anläßlich der Preisverleihung an die Gewinner des "Gründerwettbewerbs Multimedia 1997":

Die Beteiligung am Wettbewerb hat unsere Erwartungen weit übertroffen: Über 1.400 Wettbewerbsbeiträge sind seit Bekanntmachung im Oktober letzten Jahres eingegangen. Bei 900 geschätzten Multimedia-Firmen derzeit in Deutschland ist das eine enorme Resonanz. Der Gründerwettbewerb ist schon jetzt eine echte Erfolgsstory!

Eine unabhängige Jury hat die 100 besten Gründungsideen ausgewählt. Diese werden mit jeweils 10.000 DM durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) ausgezeichnet. Die besten 20 Ideen erhalten zusätzlich ein Preisgeld von je 50.000 DM vom BMBF zur Erarbeitung eines Business-Planes und zur Gründung des Unternehmens. Darüber hinaus werden bei einem Investmentforum im Sommer 1998 Sonderpreise der Sponsoren des Wettbewerbs der Deutschen Ausgleichsbank, der Deutschen Beteiligungsgesellschaft und der Deutschen Telekom vergeben.

Die Voraussetzungen für Multimedia in Deutschland sind hervorragend. Jetzt müssen Ideen für Multimedia-Anwendungen in Existenzgründungen umgesetzt werden. Der "Gründerwettbewerb Multimedia" des BMBF wird dazu beitragen.

In Deutschland gibt es ein großes Potential für Unternehmensgründungen im Multimedia-Bereich: Experten schätzen die Zahl der Multimedia-Unternehmensgründungen in Deutschland auf rund 150 pro Jahr. Mit dem Wettbewerb will ich dieses Potential weiter steigern.

Wenn wir konsequent auf Multimedia setzen, sichern wir in den nächsten Jahren 1,2 Million Arbeitsplätze, und wir können rund 200.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Mit den Unternehmensideen des Wettbewerbs können die Gründer dazu einen maßgeblichen Beitrag leisten. Wir brauchen vor allem mehr Dienstleistungsarbeitsplätze in Deutschland. Dort liegen die Arbeitsplätze der Zukunft. Deshalb freut es mich besonders, daß die Hälfte der eingereichten Ideenskizzen im "Gründerwettbewerb Multimedia" auf mehr Dienstleistungen im Multimedia-Bereich zielt.

Die Themen der 20 besten Gründungsideen des Wettbewerbs zeigen ein breites Spektrum von Konzepten: von multimedialen Bildungsangeboten über neue Werbekonzepte im Internet bis hin zu Softwarelösungen für virtuelle Firmen.
Die Ziele der Gründer sind auch in wirtschaftlicher Hinsicht vielversprechend: Sie wollen zum Teil in kurzer Zeit ein Umsatzvolumen von bis zu 10 Mio. DM erreichen und bis zu 40 Mitarbeiter beschäftigen.

Der "Gründerwettbewerb Multimedia" unterstreicht: Das Klima für Existenzgründungen hat sich verbessert. Es gibt in Deutschland einen Trend zu mehr unternehmerischer Selbständigkeit. Niemand mit Engagement und Ideen, der bereit ist, ein verantwortliches unternehmerisches Risiko einzugehen, darf in Deutschland an fehlendem Kapital scheitern. Hier sind wir auf einem guten Weg.
Die nächste Runde des "Gründerwettbewerbs Multimedia", der auf drei Jahre angelegt ist, startet noch im Sommer diesen Jahres. Für den Wettbewerb stellt das BMBF pro Jahr 2 Mio. DM an Preisgeldern bereit.

 

© bmb+f 1998